"Silicon Wald" statt "Silicon Valley" soll schon bald die Topadresse für innovative Spitzentechnologie heißen, wenn es nach Landrat Heinz Wölfl geht. Jetzt ist die Region diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen: Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Deggendorfer Hochschule, Professor Dr. Peter Sperber, nahmen Wölfl, die Teisnacher Bürgermeisterin Rita Röhrl und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Regen-Viechtach, Josef Wagner, bei einer Gala in Nürnberg den Bayerischen Gründerpreis in der Kategorie Sonderpreis entgegen. Damit ging der bedeutendste Wirtschaftspreis Bayerns erstmals in den Bayerischen Wald.
Mit dem Preis zeichnete die Jury die erfolgreiche und zukunftsweisende Bildung von Technologietransferzentren im Bayerischen Wald aus. Der Modellstandort des Projektes ist die Gemeinde Teisnach. Dorthin - ins Optik Zentrum Bayern (OZB) - hat die Hochschule Deggendorf ihre Forschungsgruppe für optische Technologien ausgelagert.
Im Juni 2008 bewilligte das Bayerische Wissenschaftsministerium die Einrichtung zweier Transferzentren in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen. Heute hat Freyung einen Technologiecampus für die Schwerpunkte Informatik und Bionik. Im Landkreis Regen ging dem Bau ein Bewerbungsverfahren mit anfänglich fünf Gemeinden voraus. Bei einem Treffen beim damaligen Wissenschaftsminister Thomas Goppel setzte sich Teisnach schließlich durch. Auch Goppels Nachfolger Wolfgang Heubisch ist von dem Projekt begeistert. Sein Ministerium investierte bislang etwa 20 Millionen Euro in die "Technologieregion Bayerischer Wald" und bewilligte bereits einen weiteren Standort in Cham, der momentan noch im Bau ist, jedoch Mitte dieses Jahres eröffnet werden soll. Genehmigt ist auch ein viertes Transferzentrum in Spiegelau. Die Planungen hierfür laufen auch Hochtouren, schon im Herbst will man Eröffnung feiern.
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