Vertreter aller Landkreise Niederbayerns informieren sich in Brüssel über die künftige EU-Regionalpolitik
Alle Akteure, die sich mit der regionalen Entwicklung in Niederbayern beschäftigen, waren bei dieser Brüssel-Fahrt vertreten: Regionalmanager, Wirtschaftsförderer, LAG-Geschäftsführer, Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn, Leader-Manager und die Regierung von Niederbayern. Die sechzehn Teilnehmer des Erfahrungsaustausches hatten ein anspruchsvolles Programm zu bewältigen.
Organisiert wurde der Erfahrungsaustausch vom Regionalmanagement des Landkreises Regen und dem Büro des MdEP Manfred Weber. Die Bayerische Vertretung und das Europabüro der bayerischen Kommunen wurden ebenso angesteuert wie der Deutsche Landkreistag. Besonders informativ waren die Gespräche mit den Vertretern der Generaldirektionen AGRI und Regional Politik.
Professor Klaus Dieter Borchardt konnte allen zusichern, dass der Leader-Ansatz in der nächsten Förderperiode weiter verfolgt werden wird. Laut Madeleine Mahovsky, Kabinettsmitglied des neuen EU-Kommisars für Regionalpolitik, Johannes Hahn, sind in der Regionalförderung ab 2014 wesentliche Änderungen zu erwarten, die Programmierungsphase läuft jetzt an. Bemerkenswert fand Regens Regionalmanager Waldemar Herfellner das große Interesse, das Mahovsky an den Herausforderungen der ostbayerischen Region und auch an den Forderungen der Niederbayern zeigte. Um diese Gespräche fortsetzen zu können, lud Herfellner Mahovsky zu einem Besuch in Niederbayern ein.
Bei einem Arbeitsfrühstück mit MdEP Manfred Weber war der Schwerpunkt der Gespräche die geplante Europaregion Donau-Moldau. Diese Europaregion könnte bei der sich ändernden Regionalpolitik für verschiedene Förderbereiche noch eine wesentliche Rolle spielen. Da die Kommission plant, die sogenannten Ziel-3-Mittel in der neuen Förderperiode zu erhöhen, wäre die Europaregion das geeignete Instrument, dies in der Region sinnvoll umzusetzen.
Auch das abschließende Gespräch mit MdEP Markus Pieper, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für regionale Entwicklung, bestätigte Beteiligten, dass Erfahrungen und das Wissen aus der Region wichtig sind für unsere Vertreter bei der Europäischen Union. Nur wenn die regionalen Anliegen immer wieder vorgebracht werden, werde es eine europäische Regionalpolitik geben, die auch unsere Bedürfnisse berücksichtigt, darüber waren sich alle Beteiligten einig.
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